Es ist zum Schreien! Wir geben uns die allergrößte Mühe und planen eine Veranstaltung für gemeindeferne Menschen - und niemand kommt. Wir versuchen Leute einzuladen und sie denken, wir wollen sie ausrauben oder mindestens ihre Zeit stehlen. Warum? Wir bieten ihnen Lösungen, die sie gerade nicht suchen. Dabei könnten wir wesentlich bessere Ergebnisse bei unseren Mitmenschen erzielen, wenn wir mit einem konkreten Problem anfangen würden, das sie gerade selbst bewegt. Denn wir sind darauf angelegt, Lösungen für unsere Sorgen und Nöte zu finden.
Add Comment ![]() Foto by problembär Vor einigen Wochen hatte ich darüber geschrieben, wie Deutschland Christian Wulff als Sündenbock benutzt. Dabei macht der Blogeintrag von Torsten Zeiß klar, dass es dabei nicht darum geht, Wulff als unschuldig gelten zu lassen. Ein schuldiger Sündenbock ist sogar noch besser geeignet. Ob Christian Wulff schuldig ist, das wird wohl demnächst entschieden werden. Er wird sich für seine vielfältigen und auch fragwürdigen Beziehungen zu verschiedenen Geschäftspartnern und Freunden verantworten. Und die Medien werden das Spektakel begleiten.
"Du verdammtes Drecksding, hast Du nicht gecheckt, dass es mir heute verdammt schlecht ging? ... Schick mir ein Hormon, das mich kickt und dann an Deck zwingt!" Peter Fox singt hier von seinem Großhirn. Die Situation ist mir vertraut. Ich sitze vor dem Rechner und die Zeit sitzt mir im Nacken. Aber in meinem Gehirn bleibt es still. Ich starre mit leerem Blick auf ein weißes Dokument, während die Minuten davon fließen, wie der Sand in der Sanduhr. Meistens nehmen wir unsere Fähigkeit zu Denken als selbstverständlich hin. Bis zu dem Zeitpunkt, wo wir eine regelrechte Denkblockade verspüren und nichts mehr geht. Aber wenn wir mehr verstehen, wie unser Gehirn tatsächlich funktioniert, können wir wesentlich produktiver sein und das mit weniger Anstrengung und Qual.
Die Frau steht vor dem Baum. Obwohl sie ihn schon tausende Male gesehen hat, betrachtet sie ihn jetzt mit ganz anderen Augen. Sie ist fasziniert. Sie ist unschlüssig.Sie ringt mit sich. Kalter Schweiß steht ihr auf der Stirn und Zweifel im Gesicht. Wem soll sie glauben, wem vertrauen? Und je länger sie schaut, um so mehr begehrt sie die Frucht - und das, was sie ihr ermöglichen wird: Gott gleich sein! Wir kennen die Geschichte, denn der Rest ist Geschichte. Oft habe ich mir gewünscht in dem Augenblick hinter Eva zu stehen und zu schreien: "Bist Du närrisch?" Aber auch unser Stammvater Adam langt völlig bedenkenlos zu. "Oh, Essen - hampf..." Typisch Mann! Man möchte die beiden liebevoll umarmen und ordentlich würgen!
Facebook ist eine kostenlose Werbemaschine für christliche Veranstalter, sagt Pascal Funk. Kirchen und Gemeinden unterschätzen seiner Meinung nach die Möglichkeiten, die soziale Netzwerke zu bieten haben. Das GPS-Festival hat nach eigenen Angaben die meisten seiner Besucher dem Einsatz von sozialen Medien zu verdanken.
Was wissen die Menschen in deinem Umfeld über deine Kirche oder Gemeinde? Wenn du es nicht weißt, dann frag' sie mal danach. Wenn sie nicht selber kommen, werden sie wahrscheinlich nicht viel dazu sagen können. Sie können nichts dazu sagen, weil sie es nicht wissen. Das verunsichert sie und zwingt sie dazu, sich eine eigene, unqualifizierte Meinung zu bilden. Denn Menschen sind nicht gern verunsichert. Und Meinungen ohne Wissen sind Vorurteile.
Christian Wulff: Präsidialer Sündenbock 13/01/2012
![]() © Raimond Spekking (via Wikimedia Commons) Der Bundespräsident ist wider Willen Teil von etwas Einmaligem in unserer Geschichte geworden. Noch nie stand ein amtierendes Deutsches Staatsoberhaupt so in der öffentlichen Kritik, wie Christian Wulff. Und das stimmt mich persönlich sehr nachdenklich.
Wir geh'n ma' nach Jena 27/09/2011
![]() Blick auf den Jen-Tower in Jena Viele von Euch wissen es längst: Ich bin dann mal weg. Nach über 30 Jahren verlasse ich meine Geburts- und Heimatstadt Magdeburg. Zusammen mit meiner Verlobten Claudia Elisabeth geht es in wenigen Tagen nach Jena. Einige denken jetzt sicher: Huh? Wieso denn nicht Tübingen? Das liegt hauptsächlich an der Art und Weise, wie das Studium der Theologie hier zu Lande funktioniert. Unser Besuch im Landeskirchenamt in Erfurt brachte zu Tage, dass die evangelische Kirche von ihren Studenten erwartet, in der Landeskirche das Examen abzulegen, wo man auch sein Abitur gemacht hat. Claudia ist Thüringerin und deshalb geht es für uns nun nach Thüringen, in das wunderschöne und quicklebendige Jena. |
Dominique PfeifferPrediger & Evangelist Anregungen für die Gemeinde in einer vernetzten Welt.
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