Facebook ist eine kostenlose Werbemaschine für christliche Veranstalter, sagt Pascal Funk. Kirchen und Gemeinden unterschätzen seiner Meinung nach die Möglichkeiten, die soziale Netzwerke zu bieten haben. Das GPS-Festival hat nach eigenen Angaben die meisten seiner Besucher dem Einsatz von sozialen Medien zu verdanken.
Welche Rolle haben soziale Netzwerke bei der Verbreitung gespielt? Welche Tipps kannst Du hier geben? ![]() GPS Festival auf Facebook Ob man es glaubt oder nicht, die meisten Besucher des Festivals hatten wir Facebook zu verdanken. Hier kann man Leute persönlich einladen und die Veranstaltung in allen möglichen Gruppen posten. Wenn wir Bilder von den Plakaten oder den Festivalbändchen eingestellt haben, wurden die ja immer wieder geteilt und man weiß am Ende gar nicht, wo das überall landet. Beim ersten Mal haben wir nicht daran gedacht, für unsere Veranstaltung auch eine Facebook-Seite anzulegen. Das war nicht so geschickt, denn auf so einer Seite sammelt man auch Fans, die man für das nächste mal wieder anschreiben kann. Es ist schon wichtig, dass man sich so eine Seite erstellt und die dann auch möglichst gut ausfüllt. Im Internet findet man jede Menge Tipps, wie man die gestaltet und was es da zu beachten gibt. Wir haben zum Beispiel das Profilbild ziemlich hoch gemacht und so gleich alle Bands noch mit unter gebracht. Natürlich haben wir auf unserer Seite über "Gefällt mir" die Facebook-Seiten der Bands verlinkt, damit jeder sehr schnell sehen kann, worum es eigentlich geht. Auf der Info-Seite haben wir auch erklärt, wie das mit der Reservierung läuft.
Wir haben auch Bilder von den Festival-Bändchen online gestellt, die einer Menge Leute imponiert haben. Das merkt man dann an den "Gefällt mir"-Angaben. Oder als wir unser Radio-Interview gemacht hatten, haben wir das dann bei Facebook gepostet und bekamen so zusätzliche Aufmerksamkeit. So was schauen sich die Leute sehr gerne an. Wir haben auch die Flyer mit Leuten bei Facebook verlinkt. Das sehen dann zum Beispiel auch die Freunde und bekommen auf diesem Weg etwas vom Event mit. Mit der Zeit stieg die Anzahl der "Gefällt mir"-Klicks für unsere Seite immer weiter an. Wir haben uns darüber sehr gefreut und haben dann gesagt: Für den hundertsten gibt es dann eine Freikarte. Beim zweihundertsten haben wir das wiederholt. Die Gewinner haben sich natürlich darüber gefreut und es vielleicht weiter erzählt. Wo habt Ihr GPS 2.0 noch bekannt gemacht? Welche Medien habt Ihr genutzt und warum?
So haben wir einen Bericht mit einem lokalen Programm aus Magdeburg gemacht und das Video dann bei uns auf die Seite gestellt. Dafür haben wir eine Menge "Views" bekommen und der Sender hat durch uns auch kostenlose Werbung bekommen. Hand auf's Herz: Wieviel habt Ihr für Marketing/PR ausgegeben? Wenn wir jemanden für das Erstellen der Flyer und der Videos hätten bezahlen müsen, wäre die Zahl sicher um einiges höher geworden. Da das aber alles ehrenamtlich gemacht wurde, hatten wir im Endeffekt nur die Druckkosten zu tragen. Alles in Allem beliefen die sich auf 250 Euro. Was kannst Du jemanden empfehlen, der auch ein christliches Event plant? Welche Fehler sollte man vermeiden? So etwas sollte man sich nur im Team zutrauen. Und bevor man startet, muss man sicher sein, dass es auch von Gott her dran ist. Nur weil GPS 2.0 so gut gelaufen ist, heißt das für mich noch nicht, dass es ein 3.0 geben wird. Entscheidend ist, ob Gott das auch will. Und man muss sich klar machen, was das für ein zeitlicher Aufwand ist. Bevor man sich an die große Veranstaltung traut, fängt man am Besten erst mal im kleineren Rahmen an. Man kann sich dann ja immer noch steigern. Gibt es Erfahrungen aus dieser Zeit, die sich auf Kirchen und Gemeinden übertragen lassen? Was kann man tun, damit mehr Leute kommen? Meiner Meinung nach sollten Gemeinden viel mehr Facebook nutzen. Ich glaube, viele unterschätzen die Chancen. Denn diese Platform ist hervorragend geeignet, um eine Menge Leute zu erreichen, wenn man es anständig macht. Das passiert natürlich nicht von allein. Man sollte zum Beispiel eine ansprechende Seite haben und die Informationen knackig und kurz auf den Punkt bringen. Und wenn man dann besondere Veranstaltungen in der Gemeinde hat, diese auch entsprechend promoten. Es kommt darauf an, dass man nicht nur einmal etwas macht, sondern immer wieder dran bleibt. Denn Facebook ist da eher kurzlebig. Auch wir überlegen uns jetzt, wie wir mit unseren Fans in Kontakt bleiben können. Entscheidend ist, dass man die Leute langfristig bei der Stange hält. Vielen Dank an Pascal Funk für die vielen, vielen nützlichen Tipps und hilfreichen Informationen! Wir wünschen Dir und Euch weiterhin jede Menge Segen und Erfolg! Das Wichtigste in Kürze:
Eure Meinung ist gefragt:Was haltet Ihr davon, christliche Veranstaltungen und Gemeinden bei Facebook & Co. zu promoten? Ist das eine gute Idee? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? CommentsLeave a Reply |




